LTE Geschwindigkeit

Wer kennt es nicht, das mobile Internet. Heutzutage kann fast jedes Handy auf das mobile Web zugreifen und die Anzahl der internetfähigen Handys nimmt ständig zu. Auch die Anzahl der Kunden, die für Internet-Flatrates auf mobilen Geräten bezahlen, ist steigend, so dass das Datenaufkommen im mobilen Netz steigt. Die Mobilfunkanbieter haben sich nun eine zukunftsorientierte Idee ausgedacht, mit der man auch in Jahren noch mit dem steigenden Datenverkehr klarkommen wird.

Das mobile Internet ist bereits seit Jahren verfügbar. Zu Beginn des mobilen Surfens war jedoch anfangs nur GSM als Mobilfunkstandard aktuell. GSM hat die Eigenschaft, nur eine maximale Geschnwindigkeit von 56 kbits/s zu übertragen – viel zu langsam für aktuelle Ansprüche, denn die Anforderungen an die Übertragungsstandards sind mit gestiegenem Datenaufkommen natürlich auch entsprechend gestiegen. Später entwickelte man UMTS, welches deutlich schneller als GSM war und lange Zeit vielfach genutzt wurde.

Aktuell kann man im 3G-Netz ungefähr mit DSL-Geschwindigkeit surfen und damit in etwa so schnell surfen wie mit dem herkömmlichen DSL-Hausanschluss. Doch selbst das ist nicht mehr ausreichend, wenn immer mehr Menschen das mobile Internet nutzen. Immerhin ist die Geschwindigkeit ja auch davon abhängig, wieviele Teilnehmer sich eine Funkzelle teilen, denn je mehr Teilnehmer in einer Zelle surfen, desto geringer fällt die Geschwindigkeit des Einzelnen aus.

Als Abhilfe stellen die Mobilfunkanbieter nun das leistungsfähige 4G-Netz vor. Dieses Mobilfunknetz der vierten Generation wird LTE genannt. LTE steht für „Long Term Evolution“ und wird als Mobilfunkstandard der Zukunft gehandelt. Es soll in Kürze UMTS und HSDPA ersetzen. Besonderer Vorteil von LTE ist die atemberaubende Geschwindigkeit. Zum Vergleich: UMTS kan gerade einmal auf eine Übertragungsgeschwindigkeit von 3,6 Mbits/s zurückgreifen und auch HSDPA kommt über Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 7,2 Mbits je Sekunde nicht mehr hinaus. Selbst die Erweiterung von HSDPA, HSDPA+ genannt, kommt „nur“ auf Übertragungsraten von bis zu 14,4 Mbits/s. Jedoch sind HSDPA und HSDPA+ nur in wenigen Großstädten verfügbar, so dass man davon ausgehen kann, dass sich LTE ab 2011 durchsetzen wird.

Mit dem 4G-Netz sind erstaunliche Übertragungsraten möglich, um ein Vielfaches schneller als mit UMTS und dessen Erweiterungen. Mit LTE sind Übertragungsraten von bis zu 150 Mbits je Sekunde möglich. Die beeindruckende Geschwindigkeit soll schon ab 2011 in den ersten Ballungsgebieten der Republik verfügbar sein und bis 2015 sogar komplett erschlossen sein. Schon Ende des Jahres 2011 sollen nach den Plänen der größten Mobilfunkanbieter über 90 Prozent der Bevölkerung auf LTE zugreifen können. Die passenden LTE-Tarife wird es ab nächstem Jahr geben. Sogar attraktive Flatrates für LTE sind geplant.

Die extrem schnellen Downloadgeschwindigkeiten ermöglichen den Endkunden ungeahnte Vielfalt des mobilen Internets und neue Möglichkeiten, mobil zu surfen. So erfolgen Downloads mit dem Handy, Smartphone, Netbook oder Notebook deutlich schneller, mobiles TV wird Wirklichkeit und auch beim einfachen Seitenaufbau von Internetseiten erfolgt das Laden deutlich schneller als mit UMTS. Denn aktuelle Websites verfügen zunehmend über hochauflösende Bilder sowie Videoclips, so dass schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten nötig sind. Dadurch, dass LTE ungefähr dreimal so schnell wie herkömmliches VDSL ist, kann man mit LTE nun endlich auch mobiles Fernsehen sowie Steaming-Angebote wie Videokonferenzen in vollem Umfang nutzen.